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Kampfsportlich auf Brückentour - Bericht der NOZ vom 24.06.2011 

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Der Titel „Brückentour“ erhielt für die radelnden Kampfsportler des TuS Lotte spätestens an dieser idyllischen Hunte-Querung nördlich von Hunteburg seine Berechtigung. Nicht nur das stimmte die Männer fröhlich.Foto: privat


KSG 13 des TuS Lotte erweitert ihre Aktionspalette ständig

Lotte/Damme. Was macht eigentlich die KSG 13, die Kampfsportgruppe des TuS Lotte, die in der Vergangenheit durch Aktionen wie das An- und Abgrillen innerhalb von drei Wochen rund um Silvester, Blumenzwiebel-versenken im Frühjahr oder Schleusentouren per Boot im Sommer auf sich aufmerksam gemacht hat? Auch unter ihrem neuen Übungsleiter,
„K-Autsch“ Heinz Klingbeil, erschließt sie neue Betätigungsfelder.

Der Westerkappelner, der auch aktiv in der Radsportabteilung des dortigen THC ist, lockte seine Jungs kürzlich auf eine zweitägige Radtour zum Dümmer, die er als „Brückentour“ titulierte. 130 Kilometer legte die durch zwei kurzfristige Absagen auf 11 Kämpfer reduzierte KSG 13 dabei insgesamt zurück. Die erste Brücke der Fahrt war die Bürgerbrücke über Hase und Landesgrenze bei Büren. Von dort aus stießen die Westfalen in für sie bis dahin unbekannte Welten vor.

Im Gegensatz zu den THC-  Fahrern legten die Lotter jedoch weniger Wert auf Geschwindigkeit als auf Genuss. Zumal, wie Ko-Trainer „Der Schleifer“ Ecki Erfmann zu bedenken gab, selbst Kamele in der Wüste bereits durch den kühlenden Fahrtwind erfroren sein sollen. So sorgten er und sein Nachbar, „Der Bierwart“ Bernie Nikolay, für regelmäßige Themenpausen auf der Strecke.

Durchs Nettetal ging es sinnig gen Nordwesten. Nach einer zünftigen Rast am Kronensee trafen die Lotter bei Schwagstorf unvermutet auf eine artverwandte Spezies: sportlich, schnell und ziemlich haarig – Windhunde. Beim Osnabrücker Windhundrennverein erlebten sie ein beeindruckendes Rennen mit, ließen sich von Vorstandsmitglied Birgit Lübben über den weiten Einzugsbereich der Anlage und das Naturell der bis zu 80 Stundenkilometer schnellen Tiere informieren. Auf einen Sprintvergleich verzichteten die TuSler aber großzügig.

Über mindestens sieben Brücken erreichten die Radler gegen Abend den Naturpark Dümmer. Quartier hatte der Schleifer auf dem Martinshof in Dümmerlohausen gemacht, wo sie Wirtin Elke Steinemann herzlich begrüßte. Die elf fühlten sich rasch heimisch, zumal ein allerdings daheimgebliebener Kampfsportler Martin Steinmann heißt.

Grillabend, Übernachtung und ein mehr als reichliches Früh stück sowie ein überaus ziviler Gruppenpreis sorgten für Einigkeit in der Truppe: Elkes Martinshof ist unbedingt weiterzuempfehlen.

Hatten die Männer auf der Hinfahrt noch Glück mit dem durchwachsenen Frühsommerwetter, so war die Rückfahrt beschwerlicher. Das ließ sich bereits auf der Fahrt am Westufer des Dümmers entlang nach Süden erahnen. Böiger Seitenwind blies sie kräftig durch. Und da, wo der herkam, mussten sie hin. Im Rudel jedoch neigen Kampfsportler zum positiven Denken. „Immerhin hat es kaum geregnet“, fasste das der Marathon-gestählte Herbert Buten zusammen. Durchs Venner Moor, über Kalkriese und Engter ging es fröhlich voran. Verbrauchte Energien brachte ein Spontangrillstopp in Lechtingen auch ohne Schokoriegel zurück. Dabei sinnierte der K-Autsch bereits über künftige innovative Aktionen seiner Kampfsportler.